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Wir haben uns schon seit längerer Zeit Gedanken über die Druckplatten und dessen Vor- und Nachteile gemacht.

Dauerdruckfolien (LokBuild und Buildtalk) 

Die Dauerdruckfolien (LokBuild und Buildtalk) sind wohl praktisch und man kann sich das Einsprühen sparen, jedoch sind diese nur für einen kleinen Teil der Filamente wirklich geeignet. Wir haben häufig das Problem, dass man die Druckteile kaum mehr gelöst bekommt. Für Erdölhaltige Kunststoffe wie ABS sind diese Folien top. Ein Problem ist auch das, wenn sie starr angebracht ist sich die Objekte schlecht lösen lassen. 

Borosilikatglas 

Wir haben selbst eine lange Zeit die Borosilikatgläser verwendet, diese sind für die meisten Filamente mit dem entsprechenden Haftmittel geeignet. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Glasplatte nach dem Druck zum Abkühlen entfernt werden kann. Das Borosilikat hat aber auch einige kleine Nachteile. Man braucht Klammer um es zu befestigen, es ist relativ teuer und geht nach einer Zeit in die Brüche. Auch ist die Glasplatte nicht 100 % eben, dadurch kommt es immer zu Level unterschieden. 

Andere Lösungen? 

Seit geraumer Zeit haben wir für uns eine Lösung gefunden, die praktisch und einfach in der Anwendung ist. Das Ziel war eine Druckplatte, die ohne Klammern oder ähnlichem befestigt wird und dennoch immer hält. Die Temperatur von 120 Grad sollte auch bei Dauerbelastung keinen Einfluss haben, Wärmeverteilung wie auch die Ebenheit müssen gegeben sein. Die neue Druckunterlage von uns bietet all diese Ansprüche. 

Magnetfolie / Federstahlplatte 

Anwendung: Die Magnetfolie wird auf die fettfreie und saubere Druckplatte geklebt. Wir empfehlen dir eine oder zwei Ecken etwas abzuschneiden, da du dann die Federstahlplatte besser entfernen kannst. Die Magnetfolie lässt sich ohne Probleme auf die gewünschte Grösse zuschneiden, mit einer Schere oder einem Cutter. Wichtig ist beim Aufbringen, dass sich unter keinen Umständen Lufteinschlüsse bilden, die würden sich sonst auf die Druckplatte übertragen und so den Druck verfälschen. Dann sollte die Federstahlplatte gereinigt werden und mit einem Schleifpapier ca. 400 angeraut werden, wichtig dabei ist, dass diese nicht linear, sondern kreuz und quer angeschliffen wird, so wird die Haftung verbessert. Nun die Platte erneut gut reinigen und richtig gut mit 3DLac einsprühen. Es kann durchaus sein, dass die ersten zwei drei Drucke bis jetzt nicht halten und erneut gut eingesprüht werden muss. Wir haben festgestellt, dass mehr 3DLac benötigt wird, mit dieser Platte als beim Glas, dafür geht diese nicht mehr in die Brüche. In der Regel muss nach jedem Druck nachgeprüft werden.

Als zweiter Schritt kommt dann die Federstahlplatte obendrauf. Diese sollte beim erst Einsatz mit einer guten Schicht 3DLac besprüht werden. Wir haben festgestellt, dass etwas mehr Lac benötigt wird, mit dieser Platte als beim Glas, dafür geht diese nicht mehr in die Brüche. Nach dem Druck kann man die Platte auch im warmen Zustand lösen und die Teile durch Biegen der Platte komfortabel entfernen. Wir lassen die Teile meistens auf dem Tisch 5 Minuten abkühlen, was uns Zeit gibt, um unter anderem das Filament zu wechseln. Ein weiterer grosser Vorteil ist, dass man immer die gesamte Druckfläche verwenden kann, da keine störenden Klammern in den Druckbereich schauen. Wichtig zu beachten ist, dass die Druckplatte niemals mit der besprühten Seite nach unten auf die Magnetfolie montiert wird, da sich diese beim Aufheizen miteinander verbinden und so die Magnetfolie beschädigt wird.

Nach nun mehr als 4 Jahren können wir dir dieses Produkt immer noch empfehlen, wir haben unterdessen alle Drucker bei uns auf diese Lösung umgebaut und sind überzeugt davon. Auch kannst du eine zweite Federstahlplatte verwenden mit einer Dauerdruckfolie. Da sich die Objekte jetzt auch problemlos entfernen lassen durch das Knicken der Federstahlplatte.

Publiziert am Mittwoch, 24. Mai 2023

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